
Wikileaks-Sympathisanten greifen jetzt u.a. Websites von Firmen an, die deren Spendekonten gesperrt haben. Die Mastercard-Site musste schon dran glauben, bei Paypal wurde es versucht.
Nun sitz ich hier in Angst, weil ich doch gestern eine Palette voll Möhren bei Ebay ersteigert habe. Die wird über Paypal bezahlt. Hoffentlich kommt das Geld noch an - ich will meine Möhren!!
Zum Thema "Hacker verhindern Möhrenlieferung" werde ich kurzfristig einige Video-Podcasts veröffentlichen*.
*das stimmt überhaupt nicht

Wenn der feine Herr an meine Stiefel will, muss er ins Haus. Vorher wird er erstens mit Sicherheit in einen Teil der fünzigtausend Kilo Hundekot getreten sein, die sich täglich auf Berlins Straßen aufsummieren. Außerdem ist die Haustür verzogen und bleibt ohne Nachziehen offen stehen. Und da der Nikolaus sicherlich dement ist und als Diabetesopfer nicht mehr richtig gucken kann, wird die Tür offenstehen wenn er geht, das Haus kühlt aus, der Hundekot gefriert und Borzel rutscht auf dem Weg zum Briefkasten im Bademantel über die Eis-Kot-Schlitterbahn die Treppe runter durch die offen stehende Tür direkt auf den BurgerKing-Parkplatz.
Nicht mit mir, Nikolaus!
In Peking werden Müllhalden mit mobilen "Deo-Kanonen" (Videolink) besprüht. Dadurch sollen die Gerüche gebunden werden.
Vielleicht auch eine gute Idee für den Berliner Nahverkehr! Sind draußen 20 Grad, schon müffelts in den Öffentlichen Verkehrmitteln wieder nach Tierpark. Vielleicht ist das Pekinger Modell auch eine Lösung für uns: an jeder dritten Haltestelle einmal kurz mit 500 Bar in den Waggon halten, bis auch der letzte Iltis unter der Achsel herausgespült ist. Einmal pro Woche duschen reicht halt im Sommer nicht mehr!

Er macht's richtig: der Öffentliche Personennahverkehr fordert Konsequenz!
(Foto: Andrew Mason)
Mein erster Virus war Erich Honecker. Auf meinem 20 Mhz-PC mit Monochrom-Display von Anfang der 90er erschien er drohend am Jahrestag des Mauerbaus. Ich war schockiert.

Heute gibt es gegen so etwas Antivirensoftware. Was aber passiert, wenn diese Software das eigene System als Bedrohung erkennt und es durch Löschen einer systemrelevanten Datei kurzerhand lahm legt, ist heute auf der Titelseite der Berliner Zeitung zu lesen. Eindrucksvoll erinnert uns McAfee daran, welche Auswirkungen ein Computerabsturz auf den Tagesablauf inzwischen hat.
"Das Antiviren-Programm meldete einen vermeintlichen Schädling, räumte dem Nutzer ganze 30 Sekunden Zeit ein, seine Daten zu sichern und schickte dann den Rechner auf eine Endlosschleife von immer neuen Neustarts."
Nett. Nun sollte man davon ausgehen, dass wichtige Ressourcen gegen solche Pannen geschützt sind. Weit gefehlt:
"In einigen US-Krankenhäusern mussten laut örtlichen Medien zahlreiche Operationen verschoben werden. Im US-Bundesstaat Kentucky mussten Polizisten die Computer in ihren Streifenwagen vorübergehend abschalten. Eine Notfallübung der Katastrophenschutzbehörden im Norden Iowas wurde zur Herausforderung, weil sich erst die Computer der Notrufzentrale und dann die von Polizei, Feuerwehr und anderen Einrichtungen abmeldeten. Auch beim Chip-Hersteller Intel fielen reihenweise Rechner aus. Und in Australien mussten einige Supermärkte schließen, weil die Kassen nicht mehr funktionieren."
Ziemlich gruselig, gell. Ich möchte nicht auf dem OP-Tisch liegen, der Arzt kommt rein, lacht mich an und sagt "Hoppla, die Blinddarm-Entfernung muss warten, wir lassen eben die Systemwiederherstellung laufen. Gut Ding will Weile haben, gell. Ich geh' nen Kaffee trinken."
Ich erinnere mich auch noch an den Wurm Conficker. Der hatte sich letztes Jahr auf zahlreichen britischen Kriegsschiffen und U-Booten getummelt.
Es bleibt abzuwarten, bis es mal richtig knallt.
Mit Windows-Updates verhält es sich wie mit dem Essen: isst man nichts, wird man wacklig auf den Beinen, die Abwehrkräfte schwinden und man wird anfällig für Infektionen. Isst man das falsche,funktioniert das (Verdauungs-) System nicht mehr ganz normal.
Nun kann man automatische Updates einspielen, oder - wie ich alter Haudegen - manuell updaten. Manchmal gibt's dann in den Update-Beschreibungen was zu lachen, meist jedoch kann man nur ungläubig den Kopf schütteln, weil das System offensichtlich bisher so löchrig war, dass es an ein Wunder grenzt, dass nicht schon der Teufel persönlich sein Häuflein auf den Desktop gelegt hat.
Nun aber bin ich beleidigt und habe Angst. Der Grund ergibt sich nach Betrachtung der Screenshots:

Das installiere ich natürlich gern: Schutz gegen einen Bösewicht aus der Ferne, der die Identitätsprüfung nicht bestanden hat!
Nur zu! Aber wie darf ich dieses Update verstehen:

Moment... authentifiziert? Das heißt, die Identität ist bekannt? Ein echter, beglaubigter Benutzer? Und der greift auch noch lokal an! Mein Gott: jemand sitzt an MEINEM Computer, hat Benutzernamen, Passwort und will an MEIN System?
DAS MUSS DANN WOHL ICH SEIN! - und nun will ich auch noch die Steuerung meines Systems übernehmen! Microsoft muss davon Wind bekommen haben, verdammt.
Warum aber die Sicherheitsbedenken beim Borzel - immerhin kann ich sogar von meinem PC aus bloggen, ohne eine Explosion herbeizuführen. Ein Blick in den Duden erklärt es:
"lokal <Adj.> örtlich, begrenzt, beschränkt"
Da haben wir´s: Ballmer und Gates denken, ich bin beschränkt. Kein Wunder, dass sie mich aus ihrem Windows raushaben wollen.
So wird man nun als Kunde vergrault. Ich kauf' mir Linux. Ach halt - das gibt's ja umsonst. Und ohne Beleidigung.
Kinder, wie die Zeit vergeht. Eben segelt der olle Lilienthal noch übern Acker, dann kostet Berlin - Paris noch soviel wie ein Whopper-Menü und nun geht schon wieder garnichts mehr am Himmel.
Beruhigt hat mich dabei n-tv: Auf deren Internetseite war hier zum Thema "Im Schatten der Wolke: Alle Fragen, alle Antworten" zu lesen:
"Ist die Luftsicherheit über Deutschland noch gegeben?
Ja, denn die Abfangjäger in den Alarmrotten der Luftwaffe bleiben einsatzfähig. Die Kampfjets können im Verdachtsfall weiter aufsteigen."
Na, so ein Glück! Unzählige Terroristen mit Segel-Flugzeugen (stilecht mit Messern und Totenköpfen draufgemalt) warten nur auf ungeschützte Lufträume, um endlich zahlreiche Massenvernichtungswaffen loszuwerden. Ach - halt mal - oder war das die US-Airforce?

Foto: benschke
Mutter Erde wird noch siegen - Flugzeuge am Boden liegen ! Kein Vogel wird in Düsen geschreddert, nur der Mensch döst rum, zerschmettert !
Vulkan-Asche kann fliegen ! (Text: Schuettel)
Ich stehe Freitagabend an einem Fenster und lausche der Nacht, da dröhnt plötzlich das Brummen eines Flugzeugmotors an mein Ohr! Etwa ein wackerer Abenteuer-Flieger, vielleicht gar ein Richthofen-Nachfahre, der sich über das Flugverbot wegen der Aschewolke hinwegsetzt?
Das Gefährt drehte ab und brummte vorbei, und ich fühlte mich wie in einer Guido-Knopp-"Dokumentation": es war der Rosinenbomber, der jeden dritten Freitag seine Runden über Berlin fliegt.
Die Ausflüge finden in 600 Meter Höhe statt, reichlich unterhalb der diabolischen Aschewolke, die nach unseren Seelen lechzt. Sofort hatte ich die zündende Idee und setzte eine Mail auf:
Liebe Luftsicherungsbehörde Eurocontrol,
Ich habe eine Lösung für Ihre Probleme. Die gewohnten 28.000 Passagierflüge am Tag über Europa können stattfinden! Bitte weisen Sie Ihre Piloten an, nach dem Start eine stabile Höhe von 600 Metern zu halten - über Stadt und Land. Ignorieren Sie die Beschwerden der Bewohner und verteilen Sie stattdessen 24,75 Millionen Schiebeschachteln Ohropax, also ein Wachsknubbelchen für jeden Europäer. Das andere Ohr kann mit einer Handfläche bedeckt werden. So bleiben die Kosten im Rahmen und die Bevölkerung eingeschränkt produktiv.
Ach, werden die Leute glücklich sein, wenn mein Vorschlag umgesetzt wird: endlich wieder fliegen. Bitte lasst aber in den nächsten Tagen die Fenster geschlossen, sonst bläst alle paar Minuten ein Luftwirbel alle Papiere durchs Zimmer.
Einen schönen Sonntag!
Hoppla, hat mein Aufenthalt an der Clown-Akademie hat doch länger gedauert. Nach etlichen Jahren hier im Untertagebau Schmöckewitz dachte ich daran, mich beruflich neu zu orientieren.
Seit jeher lösten Menschen mit roten Nasen und abscheulich-aufgesetztem Grinsen sofort Betroffenheit bei mir aus. Irgendwas sorgt dafür, das Clowns die unlustigsten Wesen sind, denen man überhaupt begegnen kann!
Um meine Meinung zu prüfen und eine völlig neue Richtung einzuschlagen nahm ich an einem Kennenlernseminar für die Clown-Ausbildung teil. Vom Untertagebauarbeiter zum Clown zum Besserverdiener!

So kennt man Clowns aus dem Zirkus.
Während meines Schnupperkurses für die "Ausbildung zum „Narr, Clown und Trickster“ erlebte ich folgende Szene:
[ein Clown rutscht auf einer Bananenschale aus]
Dozent: Bitte lachen Sie, Borzel!
Borzel: Ihr Clown ist hingefallen.
D: Natürlich, eine seiner besten Nummern! Lachen Sie!
B: Vielleicht ist er querschnittsgelähmt.
D: Aber iwo. Er ist nur ausgerutscht. Das ist so lustig!
B: Die Kinder werden Bananenschalen in der Wohnung auslegen und dann mit querschnittsgelähmten Eltern aufwachsen.
[der ausgerutschte Clown steht auf]
D: Haha, um Himmels Willen! Die Eltern lachen doch mit! Und nun nehmen sie diese Torte und werfen sie sie dem Clown ins Gesicht.
B: Wenn er sich daran verschluckt, bekommt er Atemnot. Nach drei Minuten sterben die ersten Gehirnzellen ab.
D: Mensch Borzel, nu ham'se sich mal nicht so!
B: Die Kinder werden ihre querschnittsgelähmten Eltern mit Torten ersticken.
D: Hahahaha! Sie Zyniker sind so lustig, sie sollten Clown werden!
B: Clowns sind scheiße.
Danach bin ich von der Bühne gegangen. Clowns haben sich nicht verändert. Nehmen Sie den kinderfressenden Ronald McDonald. Oder Pennywise von Stephen King. Oder den Red Nose Day von Pro Sieben. Alle diese Dinge machen mir einfach nur Angst und sorgen für Ekel.
Daher zur Bundestagswahl GEGEN CLOWNS STIMMEN!

Werbefoto einer Agentur, die lustige Clowns für Kindergeburtstage anbietet.

EQUAL PAY DAY.
(Fiktionale Gedanken eines Berliners, der zwar ein bißchen Englisch kann, aber eben auch nicht sehr viel.)
>>Day, ein Tag, es geht um einen Tag. Pay kenne ich auch schon, musste ja schließlich für meine Pay-TV-Mikado-Meisterschaften immer gutes Geld bezahlen.
Dann ist also ZAHLTAG! Toll! Bekomm' ich dann Geld, ja!?
Halt, Moment mal. Da steht ja noch was... ehh-kwahl. Hm, ist ja Englisch, dann heißt das doch i-kwel ! Achso, oder soll man das erste Wort berlinern? Ja - jetzt macht's Sinn!
ICK WILL PAY DAY!
Ich will den Zahltag!<<
- solche oder ähnliche Gedanken werden vielen Deutschen dieser Tage durch den Kopf gesaust sein, als sie in den Medien vom Equal Pay Day gelesen haben. Denn Tatsache ist doch, dass nicht jeder Bürger dieses Landes problemlos vom Englischen ins Deutsche übersetzen kann. Sehr schöne Zahlen dazu gibt's in diesem Spiegel-Online-Artikel,der zwar etwas älter, aber thematisch noch brandaktuell ist.
Unterm Strich hätten sich die Ausrichterinnen des Tages sicher einen Gefallen getan, wenn sie einfach den "Tag der Entgeltgleichheit" eingeführt hätten. Der Hauptspaß: auf der eigenen Internetseite wird doch tatsächlich von der "Aktivität zum Gleichbezahltag" gesprochen. Es geht also doch!
Das Argument, der Tag kommt ursprünglich aus den USA, ist mir ehrlich gesagt schnurz. Das Anliegen ist viel zu wichtig, als dass man dem Tag bei uns einen Namen verpasst, den vielleicht ein Drittel der Bürger überhaupt versteht.
Irrsinnig und unhaltbar ist, dass Frauen laut Statistik bis gestern arbeiten mussten, um den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit zu erhalten wie ein Mann im Zeitraum eines Jahres (also knapp zwei Monate länger).
Irrsinnig und ärgerlich ist, unter diesem Namen in diesem Land darauf hinzuweisen. Mit ein wenig Sprachgeschick hätte man sicherlich eine knackige deutsche Formulierung finden können.
Schade!
"Aber Schweine klonen sich doch nicht selbst", warf ein fallobstgesichtiger Knabe ein, "das sind doch dumme Tiere!"
Das Schwein Charlotte - eben Mutter von zehn gesunden Ferkeln geworden - erzürnte ob dieser dreisten Unterstellung und bewarf den Knaben mit der Nachgeburt. Zu Recht - hatte doch das Volk der Schweine jenes aeromobile entwickelt, das seit Jahren über Berlin Kreise flog und unbegrenzt Koteletts abwarf. Die industrielle Massenhaltung der Schweine war beendet und die Spezies trat mit einer eigenen Partei zur Bundestagswahl an.

Die F-22 Blitz-Kotelett über Berlin-Pankow (Foto: macieklew)
Unter den Fahrgästen machte sich Unmut breit. Eine Gruppe Kinder in der S-Bahn war man gewohnt, auch mit Schweinen gefüllte Abgeordnetenränge im Parlament waren nichts ungewöhnliches, aber ein Abteil voller Schweine - war das statthaft?
"Natürlich ist das statthaft", beantwortete Ralf die in einer Borzel-Kurzgeschichte erschienene, eigentlich dem Leser gestellte Frage. "Laut Stadtverordnung von 1814" - Ralf zog das entsprechende Werk aus einem eben aufgetauchten Zauberhut - "hat jeder Bewohner das Recht, sich mit einer Gruppe von bis zu 30 Tieren bis zu vier Stunden am Tag im Stadtgebiet aufzuhalten, um Besorgungen zu machen. Dieses Gesetz darf nur vom weltklügsten Menschen aufgehoben werden."
Ein Glück, dass der weltklügste Mensch eine Woche vor diesen Ereignissen beim Schnittchen-Schmieren auf dem Surfbrett von einem Orca zerhackstückt wurde. Auf der Nachrückerliste stand erwartungsgemäß niemand.
Die Menge jubelte und die jungen Ferkel nebst Charlotte wurden emporgehoben. Manche Menschen weinten vor Freude und das Schwein Charlotte ferkelte noch dutzendfach in S-Bahn-Zügen ab, bis die Berliner S-Bahn nur noch sehr selten fuhr und man sein Ziel schneller erreichte, indem man einfach an den Gleisen entlang joggte.
Doch seit heute kann man Charlotte und Ralf wieder jeden Morgen in der S42 treffen... sie mit Hut, er mit Tortenzeitung. Man muss nur Schwein haben.
Leseprobe aus "Wenn mein Schwein sich ein Kotelett brät" von Borzel
Ergänzungen:
Bei den umfangreichen Recherchen, die für die biologische Korrektheit der Geschichte notwendig waren, erfuhr ich von den Borg. Es handelt sich dabei um früh kastrierte Eber. Ein sogenannter Endstufeneber meint ein zur Züchtung verwendetes männliches Schwein. Verrückte Welt!
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